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Neu: Truma Level Control in CampMatic — Gasflaschen-Füllstand aus der Ferne

Lesezeit: 7 Min
CampMatic
Neu: Truma Level Control in CampMatic — Gasflaschen-Füllstand aus der Ferne

Kurz und gut: CampMatic liest ab sofort den Truma Level Control aus. Neben den Mopeka-Sensoren, die wir schon lange unterstützen, kannst du jetzt also auch den Gas-Füllstandsensor von Truma koppeln — und bekommst seine Werte dort, wo sie hingehören: aus der Ferne in die App, in den Telegram-Bot und nach Home Assistant.

Wenn du ohnehin schon einen Level Control unter der Flasche kleben hast, brauchst du keine neue Hardware. Ein Firmware-Update auf der CampMatic-Box genügt.

Was der Truma Level Control kann

Der Level Control ist Trumas Gas-Füllstandsanzeige. Er wird per Magnet unter die Gasflasche geklebt — keine Bohrung, kein Eingriff ins Gassystem, kein Eichschein.

Gemessen wird per Ultraschall: Ein Schallpuls läuft durch den Flaschenboden ins Flüssiggas, wird an der Oberfläche der LPG-Säule reflektiert und kommt zurück. Aus der Laufzeit ergibt sich die Füllhöhe.

Die Eckdaten:

  • Funk per Bluetooth
  • Stromversorgung: 2× AAA (LR03)
  • Gewicht: rund 120 g
  • Passend für gängige europäische Stahl- und Aluflaschen von 5 bis 33 kg

Ein wichtiger Unterschied zu anderen Sensoren: Der Level Control rechnet selbst. Du stellst in der Truma-App einmal den Flaschentyp ein, und der Sensor liefert daraufhin nicht nur einen Prozentwert, sondern auch die Gasmenge in Kilogramm und eine Schätzung der verbleibenden Nutzungsdauer in Tagen.

Und wo er aufhört: Bluetooth ist lokal

Genau hier liegt der Haken — und er betrifft jeden Bluetooth-Gassensor gleichermaßen. Bluetooth reicht rund zehn Meter.

Solange du im oder am Fahrzeug bist, zeigt dir die Truma-App den Füllstand zuverlässig. Stehst du aber in der Wohnung, im Büro oder 300 Kilometer weiter weg, hilft dir der beste Sensor nichts: Dein Handy bekommt das Bluetooth-Signal nicht durch die Wand.

Der offizielle Weg zum Fernzugriff führt bei Truma über die iNet Box — ein eigenes System, das primär für die Heizungssteuerung gedacht ist. Wer wirklich nur den Gasstand aus der Ferne sehen will, zahlt dafür vergleichsweise viel. Mehr dazu in unserem Artikel Alternative zur Truma iNet Box.

Was CampMatic daraus macht

CampMatic ist die Brücke. Die CampMatic-Box bleibt im Fahrzeug, liest den Level Control per Bluetooth aus und schickt die Werte über WLAN oder das 4G-Mobilfunknetz weiter.

Das Ergebnis: Du siehst den Gasstand auf dem Sofa, im Büro oder am Strand — unabhängig davon, wo dein Camper gerade steht. Und zwar in der CampMatic App, im Telegram-Bot und, wenn du magst, in Home Assistant.

Truma Level Control oder Mopeka?

Beides funktioniert. Beides gleichzeitig funktioniert auch — du kannst zum Beispiel die Hauptflasche mit einem Level Control bestücken und die Reserveflasche mit einem Mopeka. CampMatic ist das egal.

Truma Level Control Mopeka Pro Check
Messprinzip Ultraschall von außen, Magnet Ultraschall von außen, Magnet
Anzeige Prozent und Kilogramm, dazu Restreichweite in Tagen Prozent und Füllhöhe in mm
Flaschentyp einstellen in der Truma-App direkt in CampMatic
Umrechnung im Sensor in CampMatic bzw. per Template in Home Assistant
Batterie 2× AAA CR2032
Flaschen europäische Stahl- und Aluflaschen, 5–33 kg Stahl, Alu, Festtanks, US-Größen
In CampMatic ab Firmware 1.22 von Anfang an

Kurzfassung: Wer die Kilogramm-Anzeige und die Restreichweite will, nimmt den Level Control. Wer Festtanks oder US-Flaschengrößen überwachen will oder den Flaschentyp lieber direkt in CampMatic pflegt, ist mit Mopeka besser bedient.

Einrichtung in zwei Schritten

1. In der Truma-App: Flaschentyp einstellen

Das ist beim Level Control Pflicht, nicht optional. Der Sensor errechnet Prozent und Kilogramm ausschließlich aus dem hinterlegten Flaschentyp. Ist dort nichts gesetzt, bleibt die Anzeige in CampMatic leer — CampMatic liest den Wert nur aus und kann ihn nicht überschreiben.

2. In CampMatic: Gerät hinzufügen

Unter Einstellungen → Geräte → Gerät hinzufügen wählst du den Typ Truma Level Control. Das Koppeln läuft zweistufig:

  • Der Suchlauf startet, und der Sensor erscheint von allein in der Liste — ohne dass du etwas drücken musst.
  • Sobald er dort steht, drückst du einmal den Knopf am Sensor. Danach werden die Zugangsdaten ausgelesen, das dauert etwa eine Minute.
  • Steht „bereit" daneben, antippen und speichern. Fertig.

Voraussetzung: Firmware 1.22 oder neuer auf der CampMatic-Box. Mit älterer Firmware taucht der Gerätetyp gar nicht erst in der Auswahl auf — dann zuerst das Update einspielen.

Was du danach siehst

Pro Flasche zeigt die CampMatic App:

  • Füllstand in Prozent und in Millimetern Füllhöhe
  • Gasmenge in Kilogramm
  • Geschätzte Restreichweite in Tagen — braucht etwas Verbrauchshistorie, bevor sie belastbar wird
  • Flaschentyp, so wie in der Truma-App hinterlegt
  • Temperatur an der Flasche
  • Batteriestand des Sensors
  • Empfangsstärke — praktisch, um den besten Standort für die Box zu finden

Du kannst mehrere Flaschen anlegen und ihnen eigene Namen geben, etwa „Hauptflasche" und „Reserve". Insgesamt sind bis zu acht Sensoren pro Gerät koppelbar — Gasflaschen, Batteriewächter und Klimasensoren teilen sich dieses Kontingent.

Warnung, bevor das Gas ausgeht

Der eigentliche Gewinn kommt erst, wenn du nicht mehr selbst nachschauen musst. In der Karte „Benachrichtigungen" legst du pro Flasche eine Schwelle fest und bekommst automatisch Bescheid — per E-Mail und Telegram, getrennt schaltbar.

Im Wintercamping ist das Gold wert: Die Heizung läuft nachts durch, und um drei Uhr morgens kommt die Nachricht „Gas noch 12 %". Du weißt dann vor dem Frühstück, dass die Flasche getauscht werden muss — statt es bei der kalten Dusche zu merken.

Home Assistant und MQTT

Die Werte des Level Control liegen auf eigenen MQTT-Topics unter campmatic/<Gerätenummer>/truma/bottle_<Slot>/… bereit — als gas_percent, gas_gram, remaining_days, temperature, battery und bottle_type.

Der angenehme Teil: Da der Sensor bereits fertig rechnet, brauchst du in Home Assistant keine Umrechnungsformeln und keine Template-Sensoren — einfache MQTT-Sensoren genügen. Beim Mopeka ist das aufwendiger, dort muss die Ultraschall-Laufzeit erst in einen Füllstand umgerechnet werden.

Eine ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung für den Level Control ergänzen wir in Kürze im Hilfebereich. Die fertige Anleitung für Mopeka, BM2 und Ruuvi findest du dort schon heute.

Welche CampMatic-Geräte können das?

Alle vier. Der Level Control funktioniert sowohl mit den Truma-Boxen als auch mit den Guard-Geräten:

  • CampMatic Truma WiFi und Truma 4G — Heizungssteuerung plus Gas-, Batterie- und Klimasensoren in einem Gerät
  • CampMatic Guard WiFi (89 EUR) und Guard 4G (129 EUR) — für jeden Camper, egal welche Heizung verbaut ist

Bestandskunden brauchen keine neue Hardware: Firmware-Update auf 1.22 einspielen, Sensor koppeln, fertig.

Was kostet die Gesamtlösung?

Den Truma Level Control bekommst du im Camping- und Caravan-Fachhandel; er ist nicht im Lieferumfang von CampMatic enthalten, und wir verkaufen ihn auch nicht selbst. Dazu kommt die CampMatic-Box:

  • CampMatic Guard WiFi — 89 EUR, verbindet sich über Handy-Hotspot oder Campingplatz-WLAN
  • CampMatic Guard 4G — 129 EUR, mit eigener SIM-Karte auch ohne WLAN erreichbar
  • CampMatic Truma WiFi — 149 EUR, wenn du zusätzlich die Truma-Heizung steuern willst

Für ein Winterlager ohne Stromanschluss ist die 4G-Variante die sichere Wahl — sie funktioniert auch dann, wenn auf dem Stellplatz kein WLAN steht.

Fazit

Der Truma Level Control ist ein guter Sensor mit einer klaren Schwäche: Er endet dort, wo Bluetooth endet. CampMatic hebt genau diese Grenze auf — ohne iNet Box, ohne zweite App, ohne neue Hardware für Bestandskunden.

Und weil Level Control und Mopeka gleichberechtigt nebeneinander laufen, musst du dich nicht einmal entscheiden: Nimm den Sensor, den du schon hast, oder den, der besser zu deiner Flasche passt.

CampMatic Guard WiFi bestellen — 89,00 EUR

CampMatic Guard 4G bestellen — 129,00 EUR

CampMatic Truma WiFi mit integriertem Gas-Monitoring — 149,00 EUR

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