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Gasflasche Füllstand überwachen im Wohnmobil — endlich Schluss mit dem Schütteln

Lesezeit: 5 Min
CampMatic

Es gibt diesen einen Moment beim Camping, den jeder kennt: Du willst gerade Kaffee kochen oder die Heizung anwerfen, drehst den Gashahn auf — und nichts. Die Flasche ist leer.

Die klassische Antwort darauf? Flasche anheben und schätzen. Schütteln und horchen. Oder einfach hoffen, dass das Restgas noch für die Nacht reicht. Alles unzuverlässig, alles in 2026 eigentlich nicht mehr nötig.

Mit einem Mopeka Bluetooth-Sensor und der CampMatic App weißt du den Füllstand auf das Prozent genau — und zwar nicht nur am Camper, sondern von überall.

Wie funktioniert die Mopeka-Messung?

Der Mopeka-Sensor wird per Magnet unter die Gasflasche geklebt. Klingt simpel, ist auch simpel — keine Bohrung, kein Eingriff ins Gassystem, kein Eichschein nötig.

Im Sensor steckt ein Ultraschall-Sender. Er schickt einen Schallpuls nach oben durch den Flaschenboden, dieser läuft durch das Flüssiggas, prallt an der Oberfläche der LPG-Säule ab und kommt zurück. Aus der Laufzeit berechnet der Sensor die Höhe der Flüssigkeit — und daraus den Füllstand in Prozent.

Die Daten sendet der Sensor per Bluetooth Low Energy in regelmäßigen Abständen. Reichweite: rund 10 Meter, also locker innerhalb des Campers.

Wo kommt CampMatic ins Spiel?

Bluetooth Low Energy hat eine Schwäche: Es ist nur lokal. Wenn du nicht am Camper bist, hilft dir der schönste Sensor nicht — dein Handy bekommt das BLE-Signal nicht durch die Wand und schon gar nicht aus 200 Kilometern Entfernung.

CampMatic ist die Brücke. Das CampMatic-Gerät im Camper liest die Mopeka-Sensoren per Bluetooth aus, übersetzt die Rohdaten in einen verständlichen Füllstand und schickt das Ergebnis über WLAN oder 4G in die Cloud. Von dort holt die App, Telegram oder Home Assistant die Werte ab.

Das Ergebnis: Du siehst den Gasstand live auf dem Sofa, im Büro oder am Strand — egal wo dein Camper steht.

Zwei Wege zur Gasstand-Überwachung mit CampMatic

Du hast die freie Wahl, je nachdem was du sonst noch automatisieren willst.

1. Als Add-on zur Heizungssteuerung (GC_HW01 / GC_HW_GSM01)

Wenn du sowieso die CampMatic Heizungssteuerung hast oder gerade darüber nachdenkst: Die Gasstand-Überwachung ist bereits eingebaut. Ein Gerät kümmert sich um beides — Truma-Heizung steuern und Gasflaschen überwachen. Kein zweites Gerät, kein zweites Netzteil, keine zweite App.

Du kaufst zusätzlich nur den Mopeka-Sensor (oder zwei, falls du eine Doppelflaschenanlage hast) und klebst ihn an die Flasche. Die CampMatic-Box erkennt den Sensor automatisch.

2. Als eigenständiges Level Check Gerät

Du hast eine andere Heizung, vielleicht eine Webasto, eine Alde, oder einfach gar keine smarte Steuerung — willst aber trotzdem deine Gasflaschen überwachen? Dafür gibt es das CampMatic Level Check als Standalone-Variante:

  • CM_LC_01 (WiFi) — 59,00 EUR
  • CM_LC_GSM01 (4G) — 89,00 EUR, für Camper ohne WLAN-Anbindung

Du bekommst praktisch alle Features der großen CampMatic-Box (App, Telegram, MQTT, Home Assistant Auto-Discovery) — nur eben ohne Truma-Steuerung. Stromversorgung wahlweise per USB oder 12V.

Welcher Mopeka-Sensor passt zu welcher Flasche?

Mopeka ist eine US-Firma, die seit Jahren BLE-Sensoren für LPG-Tanks baut. Die Reihe hat sich im Camping- und Wohnwagen-Bereich etabliert. CampMatic unterstützt drei Modelle:

Modell Für Anmerkung
Mopeka Pro Check Stahl- und Aluflaschen, Festtanks Unsere Empfehlung — vielseitigster Sensor
Mopeka Pro+ Höhere Genauigkeit, längere Akkulaufzeit Premium-Variante
Mopeka TD-40 Größere Tanks (mehr als 60 cm hoch) Für stationäre LPG-Tanks

Für 95 % der Wohnmobil-Anwendungen ist der Mopeka Pro Check die richtige Wahl. Er funktioniert mit den europäischen Standard-Größen:

  • 5 / 6 kg Stahlflaschen
  • 11 kg Stahlflaschen
  • 5 / 11 kg Aluflaschen (z.B. Alugas Travelmate)
  • CampingGaz 907
  • US-Größen 20 lb, 30 lb, 40 lb
  • Festtanks (per Custom-Kalibrierung)

Den Sensor bekommst du im Camping-Zubehörhandel oder bei Reimo, Berger und ähnlichen Anbietern. Kostenpunkt: rund 50–70 EUR pro Stück.

Was zeigt die App genau?

In der CampMatic App siehst du pro Flasche:

  • Füllstand in Prozent — von 0 % (leer) bis 100 % (voll, entspricht der 80%-Sicherheitsfüllgrenze des Sensors)
  • Füllhöhe in mm — die rohe Messung, hilfreich zur Plausibilisierung
  • Temperatur an der Flasche — Mopeka misst nebenbei die Außentemperatur
  • Batteriestand des Sensors — eine CR2032 hält typischerweise 1–2 Jahre
  • Zeitpunkt der letzten Messung

Du kannst mehrere Flaschen anlegen — z.B. „Hauptflasche" und „Reserveflasche" — und bekommst pro Flasche eine eigene Karte angezeigt.

Telegram-Benachrichtigung: „Gasflasche fast leer"

Der eigentliche Mehrwert kommt erst, wenn du nicht mehr selbst nachschauen musst. Stell dir die App so ein, dass dir Telegram automatisch Bescheid sagt, wenn:

  • Die Hauptflasche unter 15 % fällt — Zeit, die Reserve umzustellen
  • Die Reserve auch unter 25 % fällt — Zeit, eine neue Flasche zu kaufen
  • Der Sensor länger als 24 h keine Daten geliefert hat — Batterie prüfen

Im Wintercamping ist das Gold wert. Heizung läuft nachts, Frostalarm steht, und du bekommst um 3 Uhr morgens eine Nachricht: „Gas noch 12 %." Du weißt: Vor dem Frühstück Flasche tauschen, sonst wird's ungemütlich.

Home Assistant und MQTT

Wer Home Assistant nutzt, bekommt die Mopeka-Sensoren automatisch per MQTT-Discovery als Entitäten ins System gespiegelt. Dort kannst du Dashboards bauen, Automationen schreiben („Wenn Gas < 20 %, dann Push-Nachricht an mein Tablet") oder die Werte in Grafana langfristig auswerten.

Auch über die offene MQTT-Schnittstelle kannst du die Daten direkt in ioBroker, Node-RED oder eigenen Anwendungen verarbeiten.

Wie genau ist die Messung?

Ultraschall hat physikalische Grenzen — aber für Camping-Zwecke ist die Mopeka-Messung mehr als ausreichend:

  • Auflösung: ca. 5 mm Füllhöhe = 1–2 % bei 11-kg-Flaschen
  • Temperaturabhängigkeit: automatisch kompensiert über den eingebauten Temperatursensor
  • Sehr leere Flaschen: unter 5 % wird's ungenau, weil weniger Flüssigkeit zum Reflektieren da ist — aber du weißt zumindest „fast leer"
  • Sehr volle Flaschen: 100 % entspricht der 80%-Sicherheitsfüllgrenze (so wie die offizielle Mopeka-App auch). Eine frisch gefüllte Flasche kann kurz „>100 %" anzeigen, das ist normal

Für die wichtige Frage „reicht das Gas noch übers Wochenende?" ist die Genauigkeit absolut ausreichend.

Was kostet die Gesamtlösung?

Konfiguration Kosten (ca.)
CampMatic Heizungssteuerung GC_HW01 + 1× Mopeka Pro Check 149 EUR + 60 EUR Sensor = ~209 EUR
CampMatic 4G GC_HW_GSM01 + 2× Mopeka Pro Check (Doppelflasche) 189 EUR + 2× 60 EUR = ~309 EUR
Standalone CM_LC_01 (WiFi) + 1× Mopeka Pro Check 59 EUR + 60 EUR = ~119 EUR
Standalone CM_LC_GSM01 (4G) + 2× Mopeka Pro Check 89 EUR + 2× 60 EUR = ~209 EUR

Hinweis: Mopeka-Sensoren sind nicht im Lieferumfang. Wir verkaufen sie nicht selbst — du bekommst sie aber problemlos bei jedem Camping-Zubehörhändler.

Fazit

Eine leere Gasflasche überrascht dich nur dann, wenn du sie nicht im Blick hast. Mopeka + CampMatic löst das mit minimalem Aufwand: Sensor unter die Flasche kleben, CampMatic-Gerät anschließen, Sensor in der App anlernen — fertig.

Wer schon eine CampMatic-Heizungssteuerung im Camper hat, bekommt das Gas-Monitoring kostenlos dazu (außer dem Mopeka-Sensor). Wer „nur" die Gasstandsüberwachung will, nimmt das eigenständige CampMatic Level Check ab 59 EUR. Beide Wege landen in derselben App, in derselben Telegram-Integration und im selben Home Assistant.

CampMatic CM_LC_01 (WiFi) bestellen — 59,00 EUR

CampMatic CM_LC_GSM01 (4G) bestellen — 89,00 EUR

CampMatic GC_HW01 mit integriertem Gas-Monitoring — 149,00 EUR

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